Rezeption und Erinnerung des Eichmann-Prozesses in transnationaler Perspektive

Anlässlich des 60. Jahrestages der Verurteilung eines der Hauptverantwortlichen der industriellen Menschenvernichtung der Shoa möchten wir im Rahmen einer Vortrags- und Veranstaltungsreihe dazu anregen, die Wirkungs- und Erinnerungsgeschichte des Prozesses in transnationaler und transmedialer Perspektive zu beleuchten. Wie wurde der Prozess in den verschiedenen Ländern mit welchen Konsequenzen öffentlich wahrgenommen? Welche Folgen hatte dieser paradigmatische Fall für die juristische und kulturelle Auseinandersetzung mit der Shoah und ihrer medialen Darstellung? Welche Unterschiede zwischen den verschiedenen Ländern lassen sich dabei auf diesen verschiedenen Ebenen beobachten?

Die Veranstaltungen finden als Webinars auf Zoom und in deutscher, spanischer, portugiesischer oder englischer Sprache statt. Bitte melden Sie sich an, indem Sie auf den Link unter der jeweiligen Veranstaltung klicken.

Veranstaltungsprogramm

Montag, 18. Oktober 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 20:00h CET (Sprache: Deutsch, Simultanübersetzung auf Spanisch)

Ulrich Winter (Philipps Universität Marburg): Das Historische und das Juridische, das Ästhetische und das Mediale: Wie der Fall Eichmann unseren Blick auf die Geschichte verändert hat

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Montag, 25. Oktober 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 20:00h CET (Sprache: Deutsch)

Peter Krause (Universität Konstanz): Die Rezeption des Eichmann-Prozesses in der deutschen Presse

Luis S. Krausz (Universidade de São Paulo): Zur Rezeption und Erinnerung des Eichmann-Prozesses in der israelischen Kultur

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Dienstag, 2. November 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Portugiesisch und Spanisch)

Maria Luiza Tucci Carneiro (Universidade de São Paulo): Rezeption und Erinnerung des Eichmann-Prozesses in Brasilien und Südamerika

Monica Grin (Universidade Federal de Rio de Janeiro): Kommentar zu Forschungsprojekten und -perspektiven

Emmanuel Kahan (CONICET; Universidad Nacional de La Plata): Die Rezeption des Falls Eichmann in Argentinien

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Dienstag, 9. November 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Englisch, Simultanübersetzung auf Spanisch)

Hanna Yablonka (Ben Gurion University Negev): Der Einfluss des Eichmann-Prozesses auf die Erinnerung der Shoah 

Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutsch Kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ

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Dienstag, 16. November 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Deutsch, Simultanübersetzung auf Spanisch)

Axel Fischer (Memorium Nuremberg Trials): Eichmann und andere Kriegsverbrecher vor Gericht: Aspekte einer Medien- und Rechtsgeschichte

Veranstaltung in Kooperation mit dem Deutsch Kolumbianischen Friedensinstitut CAPAZ

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Montag, 22. November 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Deutsch)

Helmut Galle (Universidade de São Paulo): Josef Mengeles Selbstrechtfertigungsversuche in den nachgelassenen Schriften

Oliver Lubrich (Universität Basel): Der Fall Mengele in Literatur und Film

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Montag, 29. November 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Spanisch)

Leonardo Senkman (Hebrew University of Jerusalem): Fiktionale Darstellungen von Eichmann und Mengele in Argentinien

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Samstag, 4. Dezember, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Spanisch, Simultanübersetzung auf Deutsch)

Täterdarstellungen in der Fiktion: “Das zweite Leben des Adolf Eichmann”: Lesung und Autorengespräch mit Ariel Magnus

Veranstaltung in Kooperation mit dem Goethe-Institut Buenos Aires

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Montag, 6. Dezember 2021, 15:00h (São Paulo, Buenos Aires), 19:00h CET (Sprache: Spanisch)

Claudia Hilb (Universidad de Buenos Aires): Über einige “antiquierte Vorstellungen die wir als barbarisch ablehnen”. Reflexionen zum Epilog von Eichmann in Jerusalem von Hannah Arendt

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